Wer Steuern sparen will, beginnt selbst mit dem Energiesparen

Geizen beim Heizen.
Hier kann man leicht damit anfangen.
Hier muss Geiz nicht weh tun, weder Ihnen noch andern...

 

Inhalt

  1. Was finden Sie hier?
  2. Strom für Büro & Computer
  3. Ökologischer Irrsinn im Büro
  4. Haus & Wohnung
  5. Haushaltsgeräte
  6. Beleuchtung
  7. Heizen & Lüften
  8. Flüssiggas-Verbraucher
  9. Heizöl-Verbraucher
  10. Wasserverbraucher
  11. Stromverbraucher
  12. Verkehr
  13. Energiespar-Links
Sparen
 
Geld zur Finanzierung

 

Was finden Sie hier?

Einige Sparmöglichkeiten zu Haus und bei der Arbeit.
Tipps wie die Spülmaschine oder den Warmwasserbereiter können Sie noch heute umsetzen.
 
Wo lohnt es sich eigentlich, mit dem Sparen anzufangen?
Natülich bei den Geräten mit dem höchsten Energieverbrauch! Das sind meist Geräte mit kleiner Leistung, die aber fast das ganz Jahr über laufen: Kühlschrank, Fernsehen, Rechner... Besonders Heizungspumpen sind permanente Geldfresser allerfeinster Güte. So zählen Heizung und Warmwasser mit ihren zusammen 89% Energieverbrauch zu den ersten Kandidaten bei Sparerfolgen.
      Nur sehr wenig lässt sich mit einer Warmwassersolaranlage, sparen, da beim Warmwasser nur 12% Ernergieverbrauch anfallen, von denen Sie mit Solarunterstützung 2/3 einsparen können.
 
Priorität Gerät Energieverbrauch
ohne Auto [%]
Energieverbrauch
mit Auto [%]
1 Auto (50...60% der Welt-Ölförderung wird im Verkehr verheizt.) 30
2 Heizung 77 53
3 Warmwasser 12 8
4 Hausgeräte 9 8
5 Beleuchtung 2 1
[Quellen: Initiative Erdgas 1999, links | VDEW 2002, rechts]
 
Prognosen über unserer verbleibenden Energievorräte: Krise jetzt oder gleich?
 

Spar-Ansporn sind momentan auch Steuer-Spareffekte:

  • In jedem gesparten Euro sind in Deutschland auch 19% Umsatzsteuer enthalten. Also fast ein Fünftel.
  • Mit jedem nicht verbrauchten Liter Heizöl und Kubikmeter Gas sparen Sie doppelt: Die Energiesteuer und die darauf(!) nochmal erhobene Umsatzsteuer. Beim Heizöl EL sind das 2004: 61,35 Euro/1.000 Liter, also 71,17 Euro.
  • Beim elektrischen Strom finden Sie 2004 die folgenden Zuschläge auf der Rechnung, die sich mit der Umsatzsteuer auf 32% Steueranteil summieren:
    1. EEG-Zuschlag: 0,51 Cent/kWh (kommt aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz)
    2. KWKG-Zuschlag: 0,284 Cent/kWh (kommt aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz)
    3. Stromsteuer: 2,05 Cent/kWh (kommt aus der ökologischen Steuerreform)
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Strom für Computer & Büro

Alle PC's und Netzteile verbrauchen Strom. - Auch wenn sie nicht benötigt werden.
Strom wird das ganze Jahr über zum (unwillkürlichen) Heizen benutzt - aber zu 4fachen(!) Kosten von Öl/Gas. Hier ist ein Denkanstoß für warme Füße.
 
Gerät Leistungsaufnahme
[Watt]
Jahresarbeit
[kWh]
jährliche Stromkosten
[Euro]
aktueller Büro-Rechner 130 286 45,76
19" Monitor CRT 90 198 31,68
19" Monitor LCD 35 77 12,32
Gerät mit Steckernetzteil 10 87,5 14,02
Summe mit CRT 230 571,5 90,70

Basis: Rechner und Monitor sind an 220 Arbeitstagen 10h lang eingeschaltet, das Zusatzgerät 24h.
Strompreis 2005: 16 Ct/kWh (2006: 19 Ct/kWh)
Worauf soll man beim sparsamen PC-System achten?

  1. Auf ein PC-Netzteil mit guten Wirkungsgraden in allen Lastbereichen.
    Das sollte eine Effizienz nahe 80% haben. Mehr dazu... Durch deren Verlustleistung entstehen die zusätzlichen Büro-Heizleistungen.
  2. LCD-Monitore verbrauchen nur 40% des Stroms, den Röhrenmonitore benötigen! (siehe Zahlen oben) Man kann LCD's auch eine Nummer kleiner als CRTs kaufen, denn die Bildfläche wird bei Ihnen komplett ausgenutzt.
  3. Eine schaltbare Steckerleiste nutzen, womit PC und PC-Periferie kompett abgeschaltet werden können.
Wie kann man sich als sparsamer Verbraucher verhalten?
  • Standby nutzen! Das lohnt sich ab 10 Minuten Arbeitspause (ct 2007, Heft 12, S.177).
  • Bei PCs ab 1998 lässt sich der Einschalter sinnvoll als Stand-by-Taster nutzen. Wird diese Eigenschaft eingestellt, braucht man nur noch auf den Ein-Taster zu tippen und der PC geht schlafen und beim 2. Tippen ganz schnell wieder an. Bei Windows: Einstellungen - Systemsteuerung - Energieoptionen - Erweitert - Standbymodus.
Auch andere Geräte verbrauchen im Büro Ihr Geld, wenn sie warten.

  • Jedes eingesteckte Kleinnetzteil für Anrufbeantworter, Händi, Router oder Modem schluckt 6...10Watt - es kostete 2008 also 11-18 Euro im Jahr! Abhilfe: Bei den Telefon-Providern gibt es kostenlose netzbasierte Anrufbeantworter, die Sie zumindest keinen Strom mehr kosten. Muster: Sprachbox D-Telekom.
  • Sie sollten prüfen, ob Faxgeräte dauernd (auch nachts) eingeschaltet sein müssen. Machmal lässt sich die Fax-Empfangsfunktion leicht mit in einen PC mit ISDN-Karte integrieren, der sowieso immer läuft, weil er als Server fungiert. Eine Fax-Box kostet extra bei der D-Telekom.
  • Sie sollten prüfen, ob Drucker, Kopierer, Kaffemaschinen, Kaltgetränkeautomaten dauernd eingeschaltet sein müssen. Viele haben eine Energiespartaste.
  • Warmwasserbereiter unter dem Waschbecken sollten nur warmes Wasser machen, wenn man es wirklich benötigt! Mindestens sollte eine Schaltuhr mit entsprechend belastbaren Kontakten den Warmwasserbereiter im Büro abends und am Wochenende abschalten. Noch besser sind ein Taster mit Zeitrelais (wie für das Treppenhauslicht), den man nur dann betätigt, wenn man wirklich in 5 Minuten einen Liter warmes Wasser benötigt oder ein Anwesenheitsfühler, der den WW-Bereiter aktiviert.
Nehmen Sie Ihre Leerlaufverluste ernst.
Die sind so teuer, dass Sie rote Ohren bekommen, wenn Sie sich wirklich mal darum kümmern:
Jedes Watt - ein Jahr eingeschaltet - kostete Sie 2008: 1,83 Euro am Jahresende.
 
Die Erzeugung einer Kilowattstunde Elektrizität ist doppelt so teuer wie deren Einsparung -
und Einsparen schafft dazu noch Arbeitsplätze.

 
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Ökologischer Irrsinn im Büro

Die zeitliche Nutzungsintensität von Büroräumen liegt bei mageren 5%.
Die Rechnung zu diesem provozierenden Ergebnis geht von hundertprozentiger Inanspruchnahme innerhalb von 24 Stunden aus. Durch die Fünf-Tage-Woche sinke sie auf 71%, durch Urlaub und Feiertage auf 63%. Da im Büro durchschnittlich acht Stunden gearbeitet wird, reduziere sich der Nutzungsgrad auf 21%. Pausen und Krankheiten drückten die Quote weiter auf 16%, durch "soziale und organisationsbedingte Aktivitäten" sinke sie schließlich auf 5%.
 
Bürogebäude fressen Landschaft und kosten Energie.
Demgegenüber stünden meist einige Kilometer entfernt die Schlafstädte der arbeitenden Bevölkerung, die tagsüber weitgehend leer seien. Zwischen den Polen Arbeiten und Wohnen spiele sich zudem zweimal täglich der ökologische Irrsinn des Hin- und Herfahrens ab. Der Autor kommt zu dem Schluß, daß es Zeit sei, neue Organisationsformen einzuführen. Es gelte zu prüfen, ob die Möglichkeiten der Telekommunikation nicht neue Arbeitsstrukturen erlauben, die ökonomisch und ökologisch gleichermaßen sinnvoll sind.
Die Studie wurde vorgestellt im Magazin "Mensch & Büro"
(Quelle: DEOWI Technibank, The Intelligent Building in Europe, März 1992).

Mehr zur Auslastung...
 
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Haus & Wohnung

3 Möglichkeiten, Ihre Heizkosten zu senken, ohne Abstriche beim Wärmekomfort machen zu müssen:
  1. durch Ihr bewusstes persönliches Verhalten
    So senkt bereits ein Grad weniger Raumtemperatur die Heizkosten im Schnitt um rund sechs Prozent. Deshalb ist es sinnvoll, die Temperaturen in den einzelnen Räumen der Nutzung anzupassen. Bei 21° kann man gut am Computer arbeiten, im Bad dürfen es während der Benutzung ruhig 23 Grad sein, während im Schlafzimmer 16 Grad völlig ausreichen. Die Türen zu den weniger beheizten Räumen sollten geschlossen sein, sonst heizen die anderen Räume diese mit. Mehr dazu...

  2. durch die Verbesserung der Isolierung ihre Haushülle
    Viele Häuser aus der Mitte des letzten Jahrhunderts haben eine Luftschicht in der Außenwand. Wenn sie diese mit Pelite vollblasen lassen, erreichen Sie eine perfekte Rundumisolierung und Fugendichtigkeit. Sie werden über die neue Schalldämmung erstaunt sein. Mehr dazu...
    Scheiben von vor 1995 sollten grundsätzlich gegen neue Wärmedämmverglasung mit einem u-Wert von 1,1 (oder besser) getauscht werden. Mehr dazu...

  3. durch die Steigerung des Jahreswirkungsgrades der Heizungsanlage
    Hier gibt es beliebig viel technische Details, die alle ein wenig bewirken können. Erst die Kombination der für sie passenden Maßnahmen ergibt ein Bündel, das man dann wirtschaftlich nennen kann, wenn das Geld in 3..4 Jahren durch Einsparung zurück kommt. Mehr dazu...

Wärme drinnen halten

Ungewollte Fugenlüftung bläst Ihnen die Wärme bei Wind aus den Haus?
Prüfen Sie Ihre Fenster, die Anschlüsse der Rahmen ans Mauerwerk, die Rollladenkästen und die Steckdosen.
  • Oft sind die Doseneinsätze durch die windabweisende Sperrschicht gebohrt: da hilft Montageschaum.
  • Bei Wänden mit Luftschichten können Sie ohne großen Aufwand den Dämmwert der Wand verbessern und gleichzeitig die Fugenlüftung verringern:
    Die Firma fill-it verfüllt für Sie durch Einblasen von Perli-Fill die Luftschichten in der Wand!
    Sie erreichen damit spürbar Dreierlei:
    1. mehr Wärmedämmwirkung
    2. mehr Fugendichtigkeit
    3. mehr Schalldämmung
  • Glasflächen betragen ca. 30% der Außenhülle. Mit dem heutigen Mehrscheiben-Isolierglas lassen sich die (Strahlungs-)Wärmeverluste um bis zu 40% verringern (u-Wert 1,1...0,5).
  • Das beste Glas nützt Ihnen nichts, wenn sich die Rollladenkästen als Kältequelle und Kaltluftzufuhr entpuppen:
    1. für den Fast-Neubau gibt es Sanierungs-Isolierungen für die Rollladenkästen
    2. Für die nachträgliche Dämmung ihrer Rollladenkästen Isoliereinbauten: Ideal für Heimwerker
    3. Gurt-Dichtungen, die sich ebenso nachträglich anbringen lassen.
Stellen Sie die Zeiten für Heizung und Warmwasser genau auf Ihre(!!) Nutzerzeiten ein:
  • Eine Hilfe gibt Ihnen unser Fragebogen. Sie brauchen Ihn nur auszudrucken und auszufüllen, dann stellen Sie die Schaltuhren danach ein. (..Sie haben keine Schaltuhren dafür? Dann wird es aber Zeit, so etwas einzubauen. Das Geld ist in spätestens 1 Jahr wieder drin.)
    Beachten Sie dabei die haus- und anlagenspezifischen Vorlauf- und Auskühlzeiten und ob Ihr Regler das nicht schon berücksichtigt. (Das können Regler ab ca. 1985.)
  • Informieren Sie sich hier über die Funktion von Thermoststaventilen! Und auf der TV-Sonderseite.
  • Wegen stark gestiegener Energiepreise stellen sich viele Eigenheimbesitzer einen Holzofen in die Wohnung. Öl oder Gas spart das nur minimal, weil die konventionellen Heizungsregler die Fremdwärme gar nicht erkennen können(!) und deshalb den Kessel weiter unter Dampf halten, denn nur eine -Belastungsgeführte Rücklauftemperatur-Regelung kann das... Heizen können Sie auch mit Hanfbriketts.
  • Hier können Sie Antworten zu den häufigsten Fragen in den Heizungs-FAQs finden.
  • Und hier die Grundlagen zum Verständnis von Heizkosten und zum Lüften.
  • Vergessen Sie nicht, nach Verbesserungen die Leistung Ihres Brenners passend zu vermindern, sonst erhöhen Sie nur die Zahl der Brennerstarts und ist die Maßnahme nur halb so viel wert! (So haben wir es gemacht.)

 

Wenn ich was verbessern will, womit soll ich dann anfangen?

Das ist die meistgestellte Frage an uns. Hier sind die Antworten:
 
Übersicht verschaffen:
  1. Rechnen Sie Ihren spezifischen Verbrauch pro m² aus und
  2. vergleichen Sie ihn mit dem Rest der Welt.
  3. Informieren Sie sich über die Verluste einer Heizanlage!
  4. Geldmengen und Amortisation abschätzen.
Dann ist es am Billigsten...
  1. Hydraulik abgleichen
  2. Regler richtig einstellen + Heizgrenze nutzen
  3. Heizungspumpe + Zirkulation nur bei Nutzung laufen lassen
  4. Oder: Belastungsgeführte Rücklauftemperatur-Regelung (Unkonventionelle Maßnahme, die von der Branche verrissen wird, weil sie sie nicht versteht.)
  5. Sich ein Abo holen :-)
Bei Umbau/Sanierung:
  1. Brennstoff wählen:
    Billigste Maßnahme ist immer, dabei zu bleiben, was schon installiert ist! (Ausnahme: Flüssiggas und el. Strom!).
    Oft ist Öl in bestimmten Gegenden auch laut Bericht Ökotest 5/97(4 Seiten) bis zu 50% billiger als Gas! ==> Berechnungshelfer
  2. Technik wählen:
    Brennwert + LAS + die Heizlast neu berechnen!
  3. Oder eben alle anderen, hier aufgeführten Maßnahmen bei Umbau:

NOWA-Studie
Quelle: NOWA-Studie 2000, S.129, Dr. M. Günther, TU Dresden und Uni Stuttgart
Im Bild sind die jährliche Gesamtkosten pro eingesparte Kilowattstunde (kWh) für ausgewählte Sanierungsmaßnahmen aufgelistet, wenn am Referenzgebäude Energieeinsparungen vorgenommen werden sollen. Das Referenzgebäude ist nicht gerade schlecht ausgerüstet: mit Niedertemperaturkessel und nach der Wärmeschutzverordung 1995 gedämmt. Die Zahlen beziehen sich immer auf die normierte Abschreibungsdauer der jeweiligen Maßnahme, das sind: baulichen Maßnahmen 40a, Fenster 30a, Lüftung 25a, HZG/Solar 20a.
      Dabei hat sich der Einbau eines Brennwertgeräts (mit LAS) als die weitaus schnellste Maßnahme herausgestellt, etwas von seinem Geld wieder zusehen. Die Maßnahme (1) kostet nur 1 Cent pro eingesparter Kilowattstunde, die teuerste Maßnahme (13) 42,4 Cent.
 
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Haushaltsgeräte

...leben meist 20 Jahre
  • Beim Kauf von neuen Haushaltsgeräten sollten Sie darauf achten, das Gerät mit dem niedrigsten Energieverbrauch zu nehmen, denn die Energiekosten in der Lebenszeit des Gerätes übersteigen die Anschaffungskosten um ein Vielfaches.
  • Deshalb lohnt es sich immer bei solar erzeugtem Warmwasser und besonders bei Gas- oder Öl-erzeugtem Warmwasser, die Spülmaschine direkt ans warme Wasser anzuschließen. Laut einer Berechnung von R. Stein in Wiesbaden spart das 40% Primärenergie, Strom ist eben 4-5mal so teuer wie Gas.
  • Bei der Waschmaschine geht das nicht so einfach, weil diese intern verschiedene Temperaturstufen {30º/60º/90º} bildet. Von der gesamten Wassermenge eines Waschgangs werden 20% als warmes Wasser benötigt, der Rest kalt zum Spülen.
    In der Vergangenheit verringerte sich der Stromverbrauch alle 10 Jahre um ca. 30%, so dass eine 20 Jahre alte Maschine heute 178% des el. Verbrauchs einer neuen hat. Das kommt hauptsächlich durch geringere Wasermengen.
    Man kann sich
    1. hier ausrechnen, wie schluckfreudig mit Wasser und Strom die vorhandene eigene Maschine umgeht,
    2. damit kann man dann entscheiden, ob es sich lohnt, eine neue Maschine oder
    3. eine Maschinen mit Warm- und Kaltwasseranschluss zu kaufen oder
    4. ein Vorschaltgerät für ca. 235 Euro ( Alfa-Mix).
      Das Gerät schaltet in der Warmwasser-Bedarfsphase auf eine separate Warmwasserleitung um. Man kann in dieser Leitung
      • Warmwasser aus seinem fossil beheizten Trinkwassererwärmer bereitstellen (Nutzungsgrad etwa 50%)
      • Warmwasser aus seiner Solaranlage bereitstellen (Nutzungsgrad max 60...20%).
      Beispiel zur Entscheidungshilfe: 20% von 80Liter eines Waschgangs sind 16L. Diese werden von 10 auf 60°C erhitzt. Dazu sind 0,93 kWh nötig. Werden diese elektrisch eingebracht, kostet das ca. 0,2 Euro. Diese mal der Anzahl Waschgänge pro Jahr (hier: 150) ergeben 30 Euro Kosten/a für die Wasserwärmung.
      Könnten immer die benötigten 60°C ohne jedes fossile Nachheizen solar bereit gestellt werden, rentiert sich ein Vorschaltgerät von 235 Euro im besten Fall nach 7,8 Jahren. Bei einem 50%igem solaren Nutzungsgrad wird die Rentabiliät eher bei 15 Jahren liegen. Das ist weit von unserer Vorstellung entfernt, in der sich Kleingeräte innerhalb der Garantie amortisieren müssen.
    5. so ein Gerät selbst bauen: Hier ist eine Anleitung für den Bau bei vorhandenem 60°-Wasser. Hier sind Erfahrungsberichte.
  • Verbrauchen Sie Strom zur richtigen Zeit:
    Argumente für den Bau neuer Kraftwerke liefert immer der Spitzenverbauch zu bestimmten Zeiten. Vermeiden Sie deshalb montags bis freitags Geschirrspüler und Waschmaschine in diesen Zeiten anzustellen:
    •  9 ... 13 Uhr
    • 17 ... 20 Uhr
    Sobald Strom mehrheitlich solar erzeugt werden muss, werden zeitvariable Tarife Sie dazu zwingen, Stromfresser zu billigen Zeiten laufen zu lassen....
  • Stellen Sie Kühlgeräte in eine kühle Umgebung, dann arbeitet der Kompressor weniger und Sie bezahlen weniger teuren Strom. (wo auch weniger Steuern drin sind..)
  • Das Detmolder Niedig-Energie Institut will Ihnen zeigen, welches Gerät Sie im Austausch nehmen können.
    Direkt verlinken können wir das idiotischerweise nicht. Wir zitieren:
    'Die Verlinkung mit www.spargeraete.de ist allerdings nicht kostenlos, wie bereits auf der Titelseite in der Rubrik "Verlinken?" erläutert ist.
    Sie kostet vielmehr zwischen 49 Euro pro Jahr (neutrale Version) und 79 Euro pro Jahr (individualisierbare Version) incl. 16 % MWSt. Mit den Linkgebühren werden ausschließlich Aufbau und ständige Pflege dieser werbefreien und auch nicht anderweitig von Aquisitionsinteressen bestimmten Datenbank finanziert wird.'

    ...das ist bei uns auch so - naja, jedem Tierchen sein Pläsierchen....
  • Wollen Sie eine aktuelle Übersicht über mehrere Tausend der energiesparendsten Geräte?
    Die Energieagentur NRW hat die sparsamsten Geräte in einer Liste mit Rechenscheibe zusammengestellt. Sie können sie gegen einen frankierten DIN-A4-Rückumschlag anfordern:
    REN Impulsprogramm RAVEL NRW, Morianstr. 32, 42103 Wuppertal.
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Beleuchtung

Besseres Licht mit weniger Kosten!

Allen ist sie bekannt: Die 'Energiesparlampe'.
Im Tausch gegen eine Glühbirne spendet eine Energiesparlampe Licht ohne die Wärme der Glühbirne.
Die Leuchtstofflampen mit Quecksilberfüllungen sind schon wieder maga-out. Mein Favorit mit E27 war da mal die Philips Master PL Elektronik 827 (5...27W). 2014 habe ich alle gegen LED ersetzt. Alle Quecksilber-Lampen sind bei Kälte nicht zu gebrauchen.
 

Vorschaltgeräte, die unbekannten Wesen.

Die 120 und 150cm-Leuchtstoffröhren werden schon als Energiesparer angesehen. - Sie sind es nicht!
Nehmen wir diese Leuchten mal auseinander:
Ihr Stromverbrauch wird fast nur durch das Vorschaltgerät bestimmt. Diese Drossel begrenzt den Strom durch die Leuchtröhre auf einen passenden Wert. Zur Zündung wird ein Starter eingebaut, der den Vorheiz-Stromkreis unterbricht. Wenn die Lampe altert, wird sie bei den Elektroden schwarz, zündet unwillig und flackert dann bis zum Ausfall. Aus, Ende.
Vorschaltgerät
Das ist ein konventionelles Draht-Vorschaltgerät für Lampen bis 40 Watt.
 
Was lesen wir darauf? - und analog auf den 65Watt-Geräten?
Ind(uktiv) 1*40W oder 2*20W - Stromaufnahme: 0,43A - 220V - 50Hertz - cos phi 0,5... oder
Ind(uktiv) 1*65W - Stromaufnahme: 0,67A - 220V - 50Hertz - cos phi 0,5...
 
Was messen wir wirklich, wenn wir Strom und Spannung messen?
S = U * I und errechnen daraus die Wirkleistung P = U *I * cos phi
 
Wir messen eine Scheinleistung S, die sich aus der Wirkleistung P und der Blindleistung Q zusammensetzt. Die Wirkleistung müssen wir bezahlen, aber für die gesamte Scheinleistung müssen die Netze ausgelegt werden: wir bezahlen sie also indirekt mit.
      Bei Gewerbekunden wird auch der Blindstromanteil in Rechnung gestellt, deshalb schaffen sich viele eine Blindstromkompensationsanlage an (..die eigentlich in den Strombezugspreis eingerechnet werden muss.) Bei Privatkunden gehen die Stromlieferanten (für sie vorteilhaft) davon aus, dass in den Städten die hohen Kabelkapazitäten induktiven Anteile der Verbraucher kompensieren. In Ihrem Sinne ist ein KVG-Tausch also eher ärgerlich: 50% weniger Strom verkaufen bei gleichzeitiger Verschlechterung der Netzqualität.

Spannung ist 235 Volt, beim KVG ist der cos phi = 0,5, beim EVG ~0,95.
Die restlichen Werte sind als Wirkleistung in der Tabelle aufgeführt.
Wir haben dann das konventionelle Vorschaltgerät (KVG) gegen ein elektronisches (EVG) ausgetauscht: und siehe da:
Bessere Lichtleistung bei nur 57...48% der Stromaufnahme! Wohlbemerkt: Ohne Tausch der Leuchtmittel!
Lampenleistung (W) KVG-Stromaufnahme (A) KVG-Verbrauch (W) EVG-Stromaufnahme (A) EVG-Verbrauch (W)
36 0,21 49,35 0,12 28,2
65 0,33 77,55 0,16 37,6

Welche Vorteile erreichen wir noch durch einen Tausch der Vorschaltgeräte?
Allein ein Wechsel auf elektronische Vorschaltgeräte (EVG) ohne Tageslichtregelung hätte diese Vorteile:
  1. Einsparung
    • ca. 50% Wirkstrom
    • ca. 96% Blindstrom
  2. Komforterhöhung
    • flackerfreier Start
    • flimmerfreies Licht
  3. Wartungsersparnis
    • 50% längere Lampenlebensdauer
    • reduzierte Wartungsdauer (Hallenbeleuchtung in 8m Höhe!)
    • reduzierte Entsorgungskosten
  4. Gesundheit
    • Rückgang der Krankmeldungen (nachweisbar!)
    • Reduzierung der ADS-Auffälligkeiten bei Kindern
    • mehr Unfallsicherheit
    • flackerfreie Beleuchtung drehender Teile (Rückwärtslaufen)
    • Vemeiden des scheinbaren Stillstands bei synchron laufenden Drehteilen
Nachteile
Leuchten mit EVG ab Lager gibt es meist nicht beim Großhändler zu kaufen. Obwohl die EU die Leuchten der Effizienzklasse D+C seit dem 21. November 2005 nicht mehr zulässt, liegen in den Lagern 2006 nur KVG-Leuchten rum. Leuchten mit EVGs müssen also bestellt werden.
Oder die EVGs werden manuell getauscht und dabei die komplette Verdrahtung geändert. Kosten: EVG 18.-Euro netto, Einbau variabel.
 
Riesenvorteile mit LED-Röhren
Ab 2009 gibt es bezahlbare LED-Leuchtmittel für Leuchtröhrenfassungen mit den Lichtfarben 6000K, 5000K und 4000K, die nur noch 14W bei doppelter Beleuchtungsstärke benötigen. Z.B. die Fa. ProfiLED liefert diese.
Bei den KVGs wird nur der Starter gegen einen Kurzschlussstarter getauscht, die Röhre eingesetzt, fertig. EVGs müssen manuell neu verdrahtet werden. Bei den Kosten von ca. 80.-Euro netto pro Röhre rechnet sich wegen der 4fachen Lebensdauer der Tausch für Leuchten, die mindestens 12h/d in Betrieb sind.
 

Noch mehr Vorteile mit LED-Flächenleuchten

Wer Rasterdecken mit Leuchtstoffleuchten hat, tauscht diese Leuchten am Besten gleich gegen passende dimmbare Flächenleuchten aus, das gibt tageslichähnliches Licht im Büro.
Zusammen mit einer DALI-Tageslichtregelung sind Sie heute Optimum des Sparens angelangt.
 
Wie die effizienteste LED-Leuchte finden?
Wenn die Farbwiedergebe der LED-Leuchte stimmt, ist das Lumen/Watt-Verhältnis das wichtigste Auswahlkriterium: Hell bei wenig Stromverbrauch!
Als Beispiel liefern die Profiled-Tubes mit
  • 1500mm Länge: 3100 Lumen bei der Aufnahme von 30 Watt ==> ergibt eine Lumen zu Watt-Verhältnis von 103,3.
  • 1200mm Länge: 2450 Lumen bei der Aufnahme von 24 Watt ==> ergibt eine Lumen zu Watt-Verhältnis von 102.
Ein Verhältnis von über 100 müssen Sie bei anderen Herstellern erstmal finden!

 

Niedervoltleuchten (sind out)

Niedervoltleuchten werden meist mit Halogenlampen betrieben und benötigen für deren 12 oder 24V einen Trafo. Elektronische Netzteile wie beim PC sind eher selten. Diese Leuchten sind oft dimmbar. Die Elektronik dazu sitzt auf der Sekundärseite des Trafos und beinhaltet aus 'Herstellungsgründen' auch den Ein-/Ausschalter.
Die Folge: Der Trafo und die Elektronik können nicht vom Netz getrennt werden und ziehen das ganze Jahr über einen Leerlaufstrom, den Sie bezahlen. Standbyverluste - ohne dass man's merkt...
Gegenmaßnahme: Einen Netzschalter vor die Leuchte montieren.
Ich halte es für ein gravierendes Versäumnis des deutschen Gesetzgebers, Geräten mit solchen Eigenschaften den Marktzugang nicht komplett zu verwehrt zu haben. (Kyoto-Protokoll). Gegenbeispiel: Kanada.
 
Konkrete Fälle:
  1. Es lassen sich auch herkömmliche Leuchten mit neu erfundenen LED-Leuchtmitteln zum Sparen zwingen, wie die Artremide-Leuchte Tizio. Umbauanleitung Tizio auf LED hier. LED-Retro-Elemente.
  2. Bei der dimmbaren Tischleuchte Philips QTG 450 sind Trafo und Elektronik im beschwerten Fuß der Leuchte untergebracht. Sie hat eine Halogenlampe 50W/12V. Die Leuchte zieht im Leerlauf ohne Licht 0,04A, also 9,2 VA oder Watt (Man kennt die Wirkleistung ja nicht). Da sind nach 1 Jahr etwa 80,6 kWh weg und zu bezahlen (2008=16 Euro), ohne dass man die Leuchte benutzt hätte. Eingeschaltet zieht die Leuchte 0,24A, also 55,2W.
  3. HP-Drucker, angefangen beim legendären Deskjet 500, haben auch den Ausschalter auf der Trafo-Sekundärseite. Daher: Den PC und seine Periferie immer nur über eine schaltbare Steckerleiste ans Netz lassen!

Wie kann man bei Leuchtmitteln noch sparen?

  • Standby-Strom messen
  • Prüfen, ob bessere Leuchten eingesetzt werden können
  • Einschaltzeiten genau festlegen
  • Tageslichtregelung anwenden
  • Anwesenheitsfühler, die Licht schalten
  • Dämmerungsschalter

Mehr Infos

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Heizen & Lüften

Unsichtbare Heizkosten
  1. Kühlschrank, PC, Fernseher heizen mit. Allerdings kostet diese Wärme etwa 4 mal so viel wie die durch Gas erzeugte.
  2. In Deutschland ist heute Einzelraumregelung vorgeschrieben. Dazu werden an Heizkörpern in fast allen Fällen Thermostatventile benutzt. Diese funktionieren aber nur richtig, wenn die Wassermengen stimmen, die durch die Heizkörper gepumpt werden.
          Technisch richtig eingesetzt, hält ein Thermostatventil die Raumtemperatur auf +-1K konstant; verhindert allerdings nicht die weiterhin bestehenden Erzeugerverluste am Kessel! (Und die sind beträchtlich.)
  3. Thermostatventile richtig einstellen:
    Jedes Thermostatventil hat eine besondere Markierung, die ca. 20 ºC entspricht. meist ist das die '3'. Ein Grad mehr kostet ca. 6% Heizkosten mehr.
          Zuviel Wassermenge durch zu hohe Pumpendrücke merken Sie durch Rauschen am Ventil und an der Abrechnung der (allgemeinen) Heizstromkosten. Hierbei sind 0,70 Cent/(m²*a) ein guter Wert für den Betrieb von Kessel und Pumpen. Mehr dazu...
  4. Fußbodenheizung richtig abgleichen:
    Die Hydraulik der einzelnen Kreise muss richtig abgeglichen sein: dann werden die Räume gleichmäßig beheizt und "heiße Füße" gehören der Vergangenheit an. Man merkt dann, dass eine Einzelraumregelung bei abgeglichenen Flächenheizung überfüssig wird, weil der Selbstregeleffekt greift und warme Böden ihr Energie auf die kälteren verteilen.
  5. Die Nachtabsenkung der Heizung sollte so eingestellt sein, daß sie bei den Nachttemperaturen je nach Haus bis nahe +5°C eine Komplett-Abschaltung ist.
  6. Stellen Sie die Heizkurve und die Anhebung der Heizungsregelung passend ein. Es hat keinen Sinn, wenn Ihre Thermostatventile die Heizkörper zukneifen und der Kessel unter hoher Temperatur rote Backen bekommt :-)
    Also: Zur Einstellung alle Thermostatventile ganz aufdrehen - Sie erkennnen dann meist 2 Fehler:
    • Die Heizkurve oder die Anhebung derselben ist zu hoch: Viele Räume haben mehr als 21° Raumtemperatur.
    • Einige Räume bleiben zu kalt: Der hydraulische Abgleich ist nicht (richtig) durchgeführt.
  7. Die Heizgrenze ist die Außentemperatur, ab der Ihr Bau mit seiner inneren Wärme auskommt und damit 20°C Innentemperatur errreicht. Es hat keinen Sinn, dann noch den Kessel unter Temperatur zu halten. Sie glauben nicht, dass das was spart? Und ob!
  8. Es ist sinnvoll, Regler zu ersetzen, wenn sie älter als 10 Jahre sind! Dabei sollten Sie dann auch andere kleine Verbesserungen mitmachen, z.B. den hydraulischen Abgleich.
  9. Lassen Sie die Heizung (inbesondere eine Ölheizung) mindestens 1mal jährlich reinigen und die Verbrennung optimal einstellen. Sie merken es am Verbrauch: Eine dünne Rußschicht entsteht bei Gelbbrennern schnell und kostet Sie richtig Geld. Nutzen Sie dazu die sparende Wirkung von Ölzusatzmittel: bei Shell heisst es Carbex und kostet ca 13,9Euro / 3000Liter. (Namen anderer Mittel erfahren Sie bei Ihrem Lieferanten oder bei Octel selbst). Also sinnvollerweise nur noch Blaubrenner einsetzen.
  10. Lüften Sie kurz und heftig. Wenn Sie heizen, dann lüften Sie nicht mit dauernd gekippten Fenstern. Stellen Sie bei mehr als 5 Minuten Lüften vorher die Raumtemperatur am Regler (oder Thermostatventil) runter.
  11. Nutzen Sie Ihre variable Wärmedämmung: Ziehen Sie bei Kälte die Vorhänge zu.
  12. Heizkörper müssen die Wärme auch abgeben können: Das geht nur, wenn sie oben und unten je 10cm Luft haben. Frontabdeckungen von Heizkörpern sind ganz schlecht, da kommt nichts mehr raus. Wenn ein Heizkörper in einer Niesche unter dem Fenster eingebaut ist - eine permanenete Bausünde bis 2000 - heizt er natürlich besonders gut die dünne Außenwand unter dem Fenster. Das sieht man in Infrarotbildern deutlich. Verbessern Sie also besonders hier die Wärmedämmung mit einer rückstrahlenden Isolierung (Baumarkt).
  13. Hohe Räume oder Hallen kann man durch Einsatz eines Deckenventilators unten wämer bekommen. Merke: Das geht nicht bei Strahlungsheizungen! (Bodenheizung, Wandheizung.)
Was ist der Sinn von Thermostatventilen?
Thermostatventile dienen dazu, zusätzlich eingebrachte Fremdwärme zu nutzen, indem sie sie Heizkörperwärme dann abregeln.
      Zusätzlich eingebrachte Fremdwärme kann sein: Sonne, Menschen, Kaminwärme, elektrische Wärme. In der Auslegung kann das nicht berücksichtigt werden, weil der Raum auch ohne diese 20...21° warm werden soll.
      Die Grundeinstellung der Thermostatventile wäre also bei Stellungen des Drehgriffs >3...4 (knapp oberhalb der Wunschtemperatur) richtig, wenn die Durchströmung immer stimmte. :-(
      Ein Thermoststatventil ist nämlich nicht dazu da, so wie es heute allgemein benutzt wird: Als permanenter Raumtemperaturregler die zu hohe Vorlauftemperatur und den zu hohen Durchfluss am Heizkörper auf die passenden Werte für den Raum zu bringen!
 
Beim Discounter werden programmierbare Thermostatventile mit 30% Einsparung beworben.
Wie geht das?
Klar doch, durch Abschalten. Sie haben also in der Zeit einen nicht geheizten Raum und trotz Heizens kalte Wände.
      Die 30% Einsparung, von den auf dieser Website gesprochen wird, werden durch Vermeiden von Verlusten und Verbesserungen in der Hydraulik erreicht. Sie sparen also mit warmem Raum und warmen Wänden 30% an der echten Kostenquelle. - Was ist Ihnen lieber?
 
Mehr zu Thermostatventilen, breit und ausholend...

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Flüssiggas-Verbraucher

...tanken jetzt billiger und das ohne Vertragsbindung

Schon in der September-Ausgabe 1998 veröffentlichte die Energiedepesche die Adressen von vier Handelsgesellschaften, die den Brennstoff bis zur Hälfte billiger verkaufen als die "Kartell-Anbieter". Die allgemein zu hohen Preise sind allen vertragsgebundenen Verbrauchern bekannt. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm sind Vertragslaufzeiten über fünf oder zehn Jahre unwirksam, wenn sie nicht ausgehandelt wurden. Der Kunde könne solche Verträge mit einer dreimonatigen Frist kündigen, die Abholung des Tanks müsse er allerdings bezahlen.
 
So entstand die Flüssiggasbörse für freie Gaslieferanten. Davon einige hier:
  1. BHG Agrarhandel 46569 Hünxe, Tel.: 02064-33110 für Nordwestdeutschland.
  2. Müller Flüssiggas 76356 Weingarten, Tel.: 07244-2331 für das Gebiet Frankfurt bis Passau.
  3. H&H Flüssiggas 86368 Gersthofen, Tel.: 0821-4530012 für Bayern.
  4. KS-Gas 93444 Kötzting, Tel.: 09941-904769 für das südöstliche Bayern.
Nutzen Sie zusätzlich die saisonalen Preisschwankungen!.
 
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Heizöl-Verbraucher...

...beobachten den Öl-Weltmarkt und kaufen saisonal zum richtigen Zeitpunkt ein.

Statistik der Heizölpreise
Quelle: www.seasonalcharts.com
Hier sehen Sie, dass Heizöl statistisch pro Jahr 6,5% teurer geworden ist, also fast eine Verdoppelung alle 10 Jahre.
Alle Chart-Techniken der Börse kann man auch für seinen antizyklischen Energieeinkauf nutzen, wenn man die richtigen Kurven kennt:-)
 
Flüssiggas (Propan) und Heizöl haben fast den gleichen saisonalen Preisverlauf. Propan stürzt (früher als Öl) zum Frühjahr saisonal um ca. 6% ab und hat seinen Tiefpunkt Ende Juni. Heizöl sehen Sie nebenan.
 
Wenn Sie normalerweise Preisanfragen machen und Ihr Händler selbst bei Ihnen anruft, wissen Sie: Der Preis fällt. Er hat sich verschätzt und möchte sein Lager noch teuer verkaufen...
 
Solange Rohöl noch in USD gehandelt wird, trägt auch ein schwacher US-Dollar zum günstigen Einkauf in Europa bei.
  1. Die Tecson macht sich die Arbeit, eine gute und tagesaktuelle Übersicht zu bieten über:
  2. Sie können bei der Heizölbörse Anfragen abgeben und Angebote einsehen und damit eventuell einen günstigeren Einkaufspreis als sonst erzielen.
Statistiken zur Wärmekostenabrechnung...
...beispielsweise für 2002 bietet Minol. Hier ist das Original-PDF.
 
Die Öl/Gas Preiskopplung
Seit Beginn der Erdgaswirtschaft Mitte der 60er Jahre wird der Gaspreis in Deutschland zeitlich verzögert an den des Heizöls gekoppelt. Die Kopplung löste die davor übliche Bindung des Stadtgas-Preises an den Kohlepreis ab. Die neue Preiskopplung sollte die Wettbewerbsfähigkeit von Erdgas mit der damals wichtigen Konkurrenzenergie im Raumwärmemarkt, dem Heizöl sichern. Für Erdgasanbieter bringt die Bindung eine langfristige Gewinnsicherheit, denn wer einmal Gas hat, wechselt nicht so leicht.
Preisgleitklauseln, die die Kopplung regeln, sind in den meisten Erdgas-Import- und Lieferverträgen zwischen den Versorgungsunternehmen festgelegt. Die Verknüpfung der Preise hat keine gesetzliche Grundlage, sie ist zwischen den Unternehmen frei vereinbart. Man könnte auch von Kartell sprechen. Wenn Sie die Preisentwicklung langfristig beobachtet haben, werden Sie feststellen, dass der Gaspreis den Ölpreisrückgängen immer nur unwillig bis minimal folgte, so liegt er jetzt regional bis zu 40% drüber :-((
Der oben beschriebene günstige Einkaufszeitpunkt ist für Gasverbraucher nicht machbar, für den Gasversorger aber Alltag. Daher ist der Abstand von realen Gasheizkosten zu realen Ölheizkosten pro Jahr noch größer als die statistisch gemittelten Preisvergleiche!
Hier ein lesenswerter Artikel zur Ölpreisbindung.
 
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Wasserverbraucher

Das Wenigste zum Trinken
  • Seit 1990 hat der Wasserverbrauch der Deutschen um 12% abgenommen!
    1990 betrug er 145 Liter täglich, 1996 nur noch 128 Liter täglich. Damit liegen Belgien und Deutschland an der unteren Grenze in der Europäischen Union.
  • Als Anhaltspunkt:
    • Eine Dusche verbraucht pro Minute ca 12 Liter Wasser.
    • Eine Badewanne ist mit ca. 150 Litern voll.
    • Der mittlere tägliche Warmwasserverbrauch pro (deutsche) Person ist 12...20 Liter.
    • Der solare Auslegungsbedarf an Warmwasserverbrauch pro Person ist 20...25 Liter bei 60°C.
    • Der Liter warmes Wasser kostet je nach Erzeugung und Bereithaltung 0,255...1,759 Cent.
    • Der Liter Abwasser kostet je nach Gemeinde bis zu 0,255 Cent zusätzlich.
Wozu verbrauchen wir die 128 Liter Wasser?
Baden, Duschen, Waschen46 Liter
auf dem WC35 Liter
Wäschewaschen15 Liter
Kleingewerbe11 Liter
Raumreinigung, Auto, Garten8 Liter
Geschirrspülen8 Liter
Trinken und Kochen5 Liter
(Statistik von 1996 - und 2003 als Pressemeldung vom 'Initatiativkreis Erdgas & Umwelt' [www.ieu.de] noch mal abgeschrieben :-)
Naja, die Realität sieht oft anders aus:
Im Mittel über 8 Jahre verbrauchen wir mit Garten 165 Liter/Pers & Tag. Ich hätte ja schon längst eine Regenwassernutzungsanlage gebaut, aber diese rentiert sich (auch wegen des geringen Steueranteils von 7% im Wasser) erst nach 20 Jahren.

 
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Stromverbraucher

Volker Pispers: "In Italien darf man die Mafia Mafia nennen - man muss nicht wie hier 'Stromkonzerne' sagen."
Ausspruch der Stadtwerke 2004: "Wir leben von den Dummen"

Gutinformierte und wechselbereite(!) Verbraucher bekommen über die Sondertarife einen Nachlass von acht bis 15 Prozent beim eigenen Versorger. Unsichere und schwache Verbraucher zahlen die deutlich höheren Standardtarife, so so der Bund der Energieverbraucher. Bei Angebotsnachfragen nach einem Wechsel werden besonders attraktive Reaktivierungstarife aus der Schublade geholt.
 
RWE zahlt Gehalt an willige, gewählte Abgeordnete
Karikaturist Gerhard Mester bringt unser 2-Klassen-Versorgungs-System auf den Punkt... [genehmigt 23.12.04]
 
Vergleichen Sie:
Informieren Sie sich über die besseren Preise! Verhandeln Sie mit Ihrem alten Anbieter! Melden Sie sich bei einem neuen Anbieter an! Sagen Sie ihrem alten Versorger, dass Sie wechseln. Verivox macht den einfachen Vergleich möglich!
 
Die Stadt Basel macht es richtig!

Möchten Sie auch von Ihrer Stadt die Überschüsse aus billigem Elektrizitätsbezug zurückgezahlt bekommen?
      Als Baseler Stadtbewohner könnten Sie jetzt (August 99) etwa 21 Euro kassieren, weil die Stadt schlauerweise direkt nach der Neufassung des Energiegesetzes ab 1. April eine Lenkungsabgabe auf Strom erhoben hat. Zusätzlich bekommt jeder Haushalt 21 Euro. Die Abgabe hat den Strom um 25% verteuert und so der Stromverschwendung durch billigen Strom vorgebeugt: denn alle, die sparen, bekommen jetzt zusätzlich zu Ihren gesparten Kilowattstunden noch Geld zurück. Stromverschwender zahlen darauf, im Mittel jedoch bezahlen alle genausoviel wie zuvor.
      Mit dem Geld sollten nicht die öffentlichen Haushalte saniert werden, sondern das Stromsparen sollte gefördert werden. Die 25000 Industriekunden werden ähnlich behandelt, jedoch mussten einige Ausnahmen für Grossverbraucher gemacht werden.
      Die dafür nötigen Verwaltungskosten werden leicht aus den Zwischenzinsen bezahlt. Wäre nicht in den 70er Jahren das "Automkraftwerk Kaiseraugust" in der Nähe Basels verhindert worden, hätte man nie so ein Stromparprogramm ins Leben rufen können und müsste heute versuchen, die Strom-Überkapazitäten zu Dumpingpreisen loszuschlagen.
(Nach Bernward Janzing in der Frankfuter Rundschau vom 24.8.99)
 
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Verkehr

Die Melk-Kuh
  • Für jeden gefahrenen Kilometer im Auto bezahlen wir allein 0,14 Euro an Steuern!
  • Vermiedene Auto-km sind also gespartes Geld und weniger Luftverschmutzung.
  • Fahrgemeinschaften sparen und haben sich was zu erzählen..
  • Kurze Strecken sind mit dem Fahrrad prima zu schaffen. (wenn's nicht regnet..)
alternativer Verkehrsclub Deutschland
Hier ist ein detailliertes Konzept für eine ökologische Verkehrspolitik. Ebenso die Online-Fassung des Magazines "fairkehr".
European Car-Sharing (ESC)
Für alle, die wenig fahren und deshalb kein eigenes Auto besitzen: Eine Übersicht über die angeschlossenen Gruppen in vielen deutschen Städten.
Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club
Infos und Fakten rund ums Rad. Empfehlungen für Fahrrad-Reisen. Liste aller Ortsgruppen.
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Energiespar-Links, die die Umwelt schützen

Global denken, lokal handeln..

http://www.energienetz.de/
Der Bund der Energieverbraucher e.V. betreibt dieses 'Energie-Spar-Portal'. Er ist die einzige Interessenvertretung der privaten und kleingewerblichen Energieverbraucher in der Bundesrepublik. Der bundesweit tätige Verband gibt die vierteljährlich erscheinende 'Energiedepesche' heraus: Wer tacheles lesen will, wird Mitglied!
http://www.umweltdaten.de/medien/oekostb.pdf
Wer sich richtig intensiv mit Sparen in allen Bereichen beschäftigen will, sollte diese 118 Seiten durchlesen.
http://www.kfw.de/
Wer umbaut oder saniert, sollte sich nicht auf seine Hausbank verlassen, sondern selber nach günstigen Kreditgebern fahnden: Hier ist der Wichtigste - die Kreditanstalt für Wiederaufbau.
http://www.ea-nrw.de/
Energie-Agentur NRW: Impulse und Tipps für jedermann mit Grips.
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/
Das Umweltbundesamt betreibt einen Server, dessen Seiten übersichtlich und klar gegliedert sind. Mit diesem Link kann man direkt den "Katalog der wassergefährdenden Stoffe" und die Datenbank "Ökobase" anwählen.
http://www.bmu.de/
Deutsches Bundesumweltmisterium: Hier findet man Links zu umweltbezogenen Gesetzen und den entsprechenden europäische Behörden. Weiter geht's zu allen offiziellen Info-Seiten.
http://www.bfe.admin.ch/
Energie Schweiz: Das Bundesamt für Energie
  1. schafft die Voraussetzungen für eine ausreichende, krisenfeste, breit gefächerte, wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung.
  2. setzt sich ein für eine effiziente Energienutzung, für die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien sowie für die Senkung der CO2-Emissionen.
http://www.energyagency.at/
Die Österreichisch Energieagentur steht für:
  1. Energiesparen, rationellen Energieeinsatz, Vermeidung unnötigen Energieverbrauches
  2. Technische und organisatorische Neuerungen sowie Verhaltensänderungen, die Ressourcen schonen, Kosten senken und die Umwelt entlasten.
  3. Energie-, wirtschafts- und technologiepolitische Rahmenbedingungen, die geeignet sind, einen effizienten Energie- und Ressourceneinsatz zu gewährleisten.
  4. Energiepreise, die durch Kostenwahrheit Anreize zum Haushalten mit Energie geben.

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Seite erstellt am 24.01.1998, letzte Änderung 18:32 29.11.2015, Sonntag